Dies ist das Motto für unser drittes Festivaljahr.
„Einsamkeit ist ein so furchtbares Gefühl, so schambesetzt und so unerträglich, dass es uns kaum möglich ist, empathisch auf die Einsamkeitserfahrung anderer Menschen einzugehen, da wir zu sehr Angst davor haben, selbst einsam zu sein."
nach „Allein“, von Daniel Schreiber
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist jeder sechste Mensch auf der Welt einsam, wodurch sich das Risiko von Hirnschlägen, Herzinfarkten, Diabetes, Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord erhöht. Einsamkeit wurde somit als globales Risiko eingestuft. Besonders betroffen sind Menschen zwischen 13 und 29 Jahren.
„Einige Gruppen, wie Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge oder Migranten, LGBTQ+-Personen und indigene Gruppen und ethnische Minderheiten, können Diskriminierung oder zusätzlichen Barrieren ausgesetzt sein, die die soziale Verbindung erschweren“, so heißt es im Pressebericht der WHO vom 30. Juni 2025.
Wir leben in einer patriarchalen, kapitalistischen und heteronormativen Gesellschaft, die unser Zusammenleben strukturiert. Die Konzentration auf Klein-und Kernfamilien und romantische Paarbeziehungen führen oft in die Vereinzelung. Ebenso generiert sie ein kaum hinterfragtes Konstrukt der Fürsorge durch Frauen*, die für sämtliche Care-Arbeit Verantwortung übernehmen. Getragen und gefördert wird dieses System durch das Zusammenspiel von Politik, Medien, Kultur, Institutionen und Individuen.
Viele marginalisierte Menschen und Communities erleben in diesem sexistischen, armuts-und menschenfeindlichen System Unterdrückung und Exklusion. Fehlende Teilhabe und Anerkennung führen ebenso in die Vereinzelung.
Daraus ergibt sich, dass Solidarität und ein emotionaler Austausch über die Erfahrungen und Lebensrealitäten verhindert werden.
Was würde also passieren, wenn wir dabei nicht weiter mitmachen, wenn wir scharf analysieren, dekonstruieren und Machtverhältnisse hinterfragen, die uns in die Einsamkeit führen? Was würde passieren, wenn wir uns miteinander, wehrhaft und widerständig verbünden? Was wäre, wenn wir Verantwortungsgemeinschaften neu definieren würden und heteronormative, romantische Liebe in unserer Gesellschaft keine Vormachtstellung mehr hätte? Welche gesellschaftlichen Strukturen fehlen, welche müssen gestärkt werden, um Wege aus der Einsamkeit gehen zu können? Wie sähe eine konkrete Utopie einer Gesellschaft ohne Einsamkeit aus?
Wir freuen uns darauf, uns mit euch gemeinsam aus der Einsamkeit herauszudenken!
Dies ist das Motto für unser drittes Festivaljahr.
„Einsamkeit ist ein so furchtbares Gefühl, so schambesetzt und so unerträglich, dass es uns kaum möglich ist, empathisch auf die Einsamkeitserfahrung anderer Menschen einzugehen, da wir zu sehr Angst davor haben, selbst einsam zu sein."
nach „Allein“, von Daniel Schreiber
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist jeder sechste Mensch auf der Welt einsam, wodurch sich das Risiko von Hirnschlägen, Herzinfarkten, Diabetes, Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord erhöht. Einsamkeit wurde somit als globales Risiko eingestuft. Besonders betroffen sind Menschen zwischen 13 und 29 Jahren.
„Einige Gruppen, wie Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge oder Migranten, LGBTQ+-Personen und indigene Gruppen und ethnische Minderheiten, können Diskriminierung oder zusätzlichen Barrieren ausgesetzt sein, die die soziale Verbindung erschweren“, so heißt es im Pressebericht der WHO vom 30. Juni 2025.
Wir leben in einer patriarchalen, kapitalistischen und heteronormativen Gesellschaft, die unser Zusammenleben strukturiert. Die Konzentration auf Klein-und Kernfamilien und romantische Paarbeziehungen führen oft in die Vereinzelung. Ebenso generiert sie ein kaum hinterfragtes Konstrukt der Fürsorge durch Frauen*, die für sämtliche Care-Arbeit Verantwortung übernehmen. Getragen und gefördert wird dieses System durch das Zusammenspiel von Politik, Medien, Kultur, Institutionen und Individuen.
Viele marginalisierte Menschen und Communities erleben in diesem sexistischen, armuts-und menschenfeindlichen System Unterdrückung und Exklusion. Fehlende Teilhabe und Anerkennung führen ebenso in die Vereinzelung.
Daraus ergibt sich, dass Solidarität und ein emotionaler Austausch über die Erfahrungen und Lebensrealitäten verhindert werden.
Was würde also passieren, wenn wir dabei nicht weiter mitmachen, wenn wir scharf analysieren, dekonstruieren und Machtverhältnisse hinterfragen, die uns in die Einsamkeit führen? Was würde passieren, wenn wir uns miteinander, wehrhaft und widerständig verbünden? Was wäre, wenn wir Verantwortungsgemeinschaften neu definieren würden und heteronormative, romantische Liebe in unserer Gesellschaft keine Vormachtstellung mehr hätte? Welche gesellschaftlichen Strukturen fehlen, welche müssen gestärkt werden, um Wege aus der Einsamkeit gehen zu können? Wie sähe eine konkrete Utopie einer Gesellschaft ohne Einsamkeit aus?
Wir freuen uns darauf, uns mit euch gemeinsam aus der Einsamkeit herauszudenken!





